
Richtig Schnorcheln
Vom Prinzip her ist Schnorcheln einfach; doch obwohl nur wenig dazu gehört, ist es für Anfänger ungewohnt und für Fortgeschrittene gibt es häufig noch Tipps, die das Schnorcheln nicht nur vereinfachen, sondern den ganzen Ausflug auch deutlich verbessern können. Wer ein wenig Theorie kennt, der hat nicht nur mehr Spaß, sondern kann Anfängerprobleme mit Leichtigkeit vermeiden:
| Abtauchen | Das wichtigste beim Abtauchen ist es, daß man den Druckausgleich richtig macht, denn schon kurz unter der Wasseroberfläche nimmt der Druck auf die Ohren stark zu (1 bar pro 10 Meter). Wenn also an der Wasseroberfläche ein Druck von 1 bar herrscht, so ist in 10 Meter Tiefe bereits ein Druck von 2 bar. Den Druckausgleich macht man nun nicht erst dann, wenn der Druck unausstehlich wird, sondern etw alle 50 cm - 1 m. Die Gefahr, die besteht wenn man zu spät (zu tief) den Druckausgleich vornimmt ist, daß kleine Äderchen platzen. Es kann sogar dazu führen, daß das Trommelfell platzt. Dabei muß der Druckausgleich ein wenig geübt werden (Nase zuhalten und leicht (!) ausatmen). Eine gute Technik zum sehr schnellen Abtauchen, die zudem auch Luft spart, soll im folgenden beschrieben werden: |
| Auftauchen | Wer einige Meter nach unten taucht und nach 1-3 Minuten wieder nach oben kommt, der hat in der Regel nur noch wenig Luft in der Lunge und muß bald atmen. Daher ist es um so wichtiger, daß das auch schnell klappt. Daher sollte man niemals solange unter Wasser bleiben, daß keine Restluft mehr vorhanden ist. Im Gegenteil, die Restluft wird dafür genutzt, um an der Oberfläche einen kräftigen Stoß die verbleibende Luft durch den Schnorchel auszustoßen um diesen wieder zum Atmen nutzen zu können. Denn beim Abtauchen füllt sich der Schnorchel ja mit Wasser. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft das, was an der Oberfläche vor sich geht: es ist nicht unwahrscheinlich, daß ein Surfer, Segelboot oder sogar ein Motorboot in der Gegend ist und Sie beim Auftauchen überfährt. Motorboote kann man unter Wasser hören, anderes Sportgerät eventuell nicht. Hier heißt es also: Vorsicht beim Auftauchen! |
| Atmen | Taucher wissen dies aus dem FF: langsames und ruhiges Atmen ist oberstes Gebot. Das mag für Schnorchler nicht im gleichen Maße zutreffen, denn der Sauerstoff scheint nicht knapp zu sein. Doch auch beim Schnorcheln ist es wichtig ruhig zu atmen, denn wer Natur beobachten möchte und dabei nicht ruhig atmet, wird sehr schnell aus der Ruhe (und aus dem Spaß) kommen. |
| Flossenschlag | Im Grunde werden die Beine bewegt wie beim Kraulschwimmen. Wichtig - insbesondere für Brustschwimmer - ist, daß die Knie nicht angewinkelt werden, sondern weitgehend gerade bis ganz wenig gebeugt sind. Die Flossenschläge sind dabei langsam und ruhig. |
| Kleidung | Zur Kleidung gibt es zwei Dinge zu beachten: Zum einen muß man sich gegen Sonnenbrand schützen; hierzu bietet es sich an, ein T-Shirt o.Ä. zu tragen. Vorsicht, nehmen Sie ein T-Shirt, das man nicht mehr dringend braucht, da das Salzwasser die Farben schnell auswäscht. Zum anderen sollte man sich in kälteren Jahreszeiten und je weiter und länger man im Wasser bleibt auch vor Kälte schützen. Das ist sogar in Äquator-nahen Gebieten wie auf den Malediven, den Seychellen oder auf Mauritius wichtig. Am besten trägt man hier einen Shorty (Neopren-Anzug mit freien Armen und Beinen). Das verhindert, daß man auskühlt. |
